GESCHICHTE
Das Vladimír-Preclík-Museum entstand 1998 im ehemaligen Speicher im Schlosspark. Das spätgotische Gebäude mit wunderschönen Beispielen für die Zimmererkunst bietet Ausstellungsräumlichkeiten auf einer Fläche von ca. 1500 m2 in fünf Etagen. Genutzt werden alle Ebenen einschließlich der Dachböden und Kellerräume. Die Ausstellung zeigt vor allem mehr als einhundert Werke des Professors und akademischen Bildhauers Vladimír Preclík (Skulpturen, Gemälde, Grafiken) aus der Zeit von 1953 bis heute. Seine Werke sind in vier Etagen ausgestellt, zusätzlich werden Dokumentarfilme über den Bildhauer gezeigt. In der letzten, der fünften sog. Gästeetage werden jedes Jahr Ausstellungen von Gästen gezeigt.
 
 
Wie kam Vladimír Preclík eigentlich in den Speicher des Schlosses Bechynì?
 
„Ursprünglich hatten wir mit Fürst Schwarzenberg vereinbart, dass auf seinem Schloss Orlík eine Art mitteleuropäisches Zentrum entstehen sollte und im Barockspeicher sollte ein Museum entstehen. Der für die Rekonstruktion benötigte Betrag war jedoch so groß, dass wir den Plan aufgeben mussten. Jan Kaèer, der einmal an der Keramikschule in Bechynì studiert hatte, sagte mir, dass der Schlosseigentümer Josef ©»áva meine Statuen mochte und mir einen fünfstöckigen gotischen Speicher als Dauerausstellung für meine Skulpturen anbieten könne. Das wurde schließlich auch verwirklicht, hier sind 120 Werke von mir, aus denen man sich ein Bild von dem machen kann, was ich in meinem Leben gemacht habe. So muss ich keine Angst haben, was aus meinem Werk werden wird, wenn ich nicht mehr auf der Welt bin...
 
(Aus einem Interview von Milena Nyklová mit dem Bildhauer Vladimír Preclík für die Zeitschrift Na¹e rodina – Unsere Familie)