GESCHICHTE
Die ursprüngliche Fürstenburg Bechynì (Bechin) befindet sich auf dem südlichsten Felsenvorsprung über der Mündung des Flüsschens Smutná in die Lu¾nice (Lausnitz). König Pøemysl Ottokar II. erwarb den „kahlen Berg Bechin“ vor 1268 aus dem Vermögen des Bistums Prag und ließ hier eine steinerne Burg errichten. Unter König Johann von Luxemburg wurde unter der Burg eine Stadt gegründet, die 1323 eine Stadtmauer erhielt. Im 15. Jh. wurden mächtige Festungsanlagen erbaut.
Ab den siebziger Jahren des 13. Jh. wechselten die Besitzer - im Jahr 1340 war Bechynì auch im Besitz der Herren von Sternberg, von denen es im Jahr 1367 von Markgraf Jost erworben wurde. Unter der Herrschaft der Bechinier von Lazan wurde die Stadt zur Jahreswende 1422 - 1423 vom Hussitenführer Jan Hvìzda von Vicemilice niedergebrannt; die Burg selbst konnten die Hussiten jedoch erst unter Prokop Holý im Jahr 1428 einnehmen.
In den Jahren 1477 bis 1530 war die Burg wieder in den Händen der Sternberger, die das älteste Burggebäude 1477 und vor allem in den Jahren 1510 - 1527 umbauen ließen. Davon sind bis heute Teile zweier Längsbauten erhalten. Sie sind durch einen Querflügel verbunden, der in der Renaissancezeit mit dem neu errichteten sog. Vok-Schloss verbunden wurde. Der vierte Flügel, der die Südseite des Hofes abschloss, wurde 1791 abgerissen.
Ab 1530 gehörte Bechin den Schwambergern, in den Jahren 1569 bis 1596 herrschte dann hier Peter Vok von Rosenberg, der hier am 14. 2. 1580 auch seine Hochzeit mit Katharina von Ludanice feierte. Nach einer weiteren Ära im Besitz der Sternberger von 1596 bis 1715 ging Bechin durch Heirat von Maria Theresa von Sternberg in das Eigentum der Familie Paar über. Diese blieb hier bis 1948, als das Schloss vom Staat enteignet wurde. Später wurde es von der Tschechoslowakischen Akademie der Wissenschaften genutzt. Nach der politischen Wende wurde das Schloss den alten Eigentümern zurück übertragen. Die Familie Paar entschloss sich jedoch, die stark verkommenen Güter in die Aktiengesellschaft Panství Bechynì (Gut Bechynì) zu verkaufen, deren Eigentümer Josef Stava ist. Die AG Panství Bechynì setzte das Schloss wieder instand und machte es 1998 der Öffentlichkeit zugänglich.
Das Schloss sowie die anliegenden Gebäude und Grundstücke werden seit 1994 eigentlich ununterbrochen rekonstruiert. Bis zum Jahr 2007 investierte die AG Panství Bechynì fast 175 Millionen Kronen in die Reparaturen.
Zu den wichtigsten und aufwendigsten Arbeiten zählt die Rekonstruktion der gesamten Besichtigungstrasse im Schloss, die Restaurierung der Möbel und Gemälde, die Rekonstruktion von Peter Voks Hochzeitssaal (Fußboden, Kassettendecke, Wandmalereien) sowie die Rekonstruktion der Reitschule. Weitere rekonstruierte Objekte sind der Brunnen, das sog. Waldhaus, der Hof, die Schlosstürme bis hin zur kompletten Erneuerung der Dachkonstruktionen und Deckung.
Der bislang letzte Zugang ist das neue Dach auf dem First des sog. Henkerturms (Katovna) mit einem ganz neuen Wetterhahn.
Der Großteil der Räumlichkeiten im Schloss kann für Kultur- und andere Veranstaltungen, aber auch Hochzeiten genutzt werden. In den Sommermonaten finden viele historische Kulturveranstaltungen statt. Eine aktuelle Übersicht finden Sie auf unseren Seiten im Internet.